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Mit dem Aufkauf des DSL-Geschäfts von Freenet wird 1&1 wieder die Nummer zwei hinter der Deutschen Telekom. Nun also doch: Die Tochtergesellschaft von United Internet, 1&1, kauft das DSL-Geschäft von Freenet. 123 Millionen Euro beträgt der Kaufpreis, was hinter dem zurückbleibt, was lange Zeit als mögliche Preisvorstellung durch die Gazetten geisterte. Doch steht Freenet unter Druck: Dem DSL-Bereich laufen die Kunden weg, nach dem ersten Quartal waren es noch 910.000 gegenüber 1,19 Millionen ein Jahr zuvor. Kein Wunder also, dass die DSL-Tochter, deren Erlös zum Schuldentilgen gebraucht wird, nicht gerade attraktiver geworden ist und Freenet zusehen musste, sie abzustoßen. United Internet hat sich insovern geäußert, dass man damit rechnet, 700.000 DSL-Kunden von Freenet bei 1&1 unterbringen zu können. Damit könnte United Internet wieder die Nummer zwei hinter dem Marktführer Deutsche Telekom werden, Vodafone auf Platz drei verweisen und den Konkurrenten Alice distanzieren. Interessant ist die Übernahme in mehrerer Hinsicht. Einmal ist eine harte, monatelange Schlacht zwischen United Internet und Drillisch auf der einen und Freenet auf der anderen Seite vorangegangen, die zunächst zuungunsten der Kaufinteressenten ausgegangen war. Die offene und brüske Zurücksetzung von United Internet hat das Unternehmen ausgesessen und ist jetzt doch zum Zuge gekommen. Für die gesamte Branche bedeutet die Übernahme von Freenet, dass ein weiterer DSL-Anbieter vom Markt verschwindet, die Konkurrenz also abnimmt. Damit dürfte sich der Druck auf andere Provider verstärken, entweder selbst zu akquirieren oder sich aufkaufen zu lassen bzw. mit Wettbewerbern zusammenzugehen. [Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. ]
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