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Unbekannte Welten & Phänomene Atlantis, Bermuda Dreieck, Zeitreisen, verschwundene Schiffe und Menschen. Unerklärliche und paranormale Phänomene und Begegnungen mit dem Mysteriösen.

Szenario zum Jahr 2012

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Ein fiktiver Fall

Du wirst in deinem Bett wach, es ist Sonntagmorgen 2:30 du liegst erst seit einer Stunde im Bett. Die Feier war gut und du hast reichlich getrunken. Draussen heult eine Sirene aber du hast keine Ahnung was es bedeutet. Du stehst auf und gehst zur Toilette. Aus dem Fenster heraus siehst du deinen Nachbarn, wie er einige Rucksäcke in seinen Kofferraum wirft. Seine Kinder sitzen schon im Auto. Dieser alte Geländewaagen passt eigentlich nicht in diese Wohngegend. Er koppelt noch den Anhänger, der ständig auf seinem Hof stand aber scheinbar nie benutzt wurde, an sein Fahrzeug an und fährt los. Diese Spinner sind dir ja schon öfter aufgefallen mit ihrem Campingtick. Im letzten Jahr noch kamen deine Kinder mit dem abstrusen Wunsch eines Notfallrucksackes aus dem Ferienlager, weil der Kleine von Gegenüber auch so was hatte. Nein, so etwas sinnloses kommt mir nicht ins Haus schliesslich sollen deine Kinder erste Kontakte beim Golfclub, wo du sie angemeldet hast, knüpfen. Sie bekamen deshalb eine Golfausrüstung vom feinsten. Ja, Ruhe war erst nachdem du das Jugendamt angerufen hast und denen mitgeteilt hast, dass die “Spinner” von Gegenüber wieder einmal bei –10° mit ihren Kindern im Garten zelten. Die Sirene hat aufgehört zu heulen. Du siehst nun wie andere Nachbarn hektisch in ihre Autos steigen und wegfahren. Du machst dein Fenster auf und rufst jemandem auf der Strasse zu “ Was ist denn los ?” . “Schalt deinen Fernseher ein” ruft man zurück. Ein wenig beunruhigt torkelst du in Richtung Wohnzimmer und schaltest deinen neuen Plasmafernseher ein. Auf allen Kanälen das gleiche Programm. “Dies ist ein Aufruf an die Bevölkerung das Gebiet bis 400 km um die Küste der Nordsee zu evakuieren. Bitte verlassen sie sofort und ohne Verzögerung ihren Wohnsitz und verlassen sie das angegebene Gebiet. Falls sie oberhalb 400m über NN wohnen bleiben sie in ihren Wohnungen und warten sie auf weitere Anweisungen. Befolgen sie die Anweisungen der Rettungskräfte und lassen sie ihr Radio auf Empfang. ” Das ist wohl ein Scherz denkst du und im gleichen Augenblick kommt deine Frau in Wohnzimmer. “Schau mal die zeigen immer das gleiche”. Deine Frau ist auch noch reichlich verkatert aber ihr macht die Ansage ein wenig Angst. “Die Nachbarn sind wohl schon gefahren” sagst du zu ihr. “Dann müssen wir auch weg” , meint sie. Ich wecke mal die Kinder sagt deine Frau und geht in deren Schlafzimmer. Du ziehst dir derweil deinen neuen Maßanzug an, rückst die Krawatte zurecht und gehst in den Keller um deine Koffer zu suchen. Schliesslich willst du doch ein wenig Kleidung mitnehmen, wenn du schon weg musst. Deine Frau zieht den Kindern etwas an und geht dann ins Bad um sich selbst etwas anzuziehen. Das Make-Up noch und dann kann es losgehen. Was soll ich in die Koffer packen fragst du deine Frau. Wahllos packst du etwas Kleidung in die Koffer und trägst sie zum Auto schließlich hast du ja deine Kreditkarte und kannst im Ernstfall noch alles kaufen und in das Sportcoupe‘ paßt sowieso nicht viel rein. Deine Frau folgt dir mit den zwei Kindern, sie hat das Kleid von gestern abend an und sieht wirklich gut darin aus.

Auf dem Weg zur Garage ist es plötzlich dunkel, der Strom ist ausgefallen. Im Dunkeln ertastest du das Fahrzeug und öffnest die Türe. Du schaltest das Licht ein und packst die Koffer in den Kofferraum. Im Fahrzeug sitzend drückst du auf die Fernbedienung für das Garagentor. Dann fällt dir ein, dass das Tor sich ja ohne Strom nicht öffnet. Nach eine Weile hast du den Hebel für das Manuelle öffnen des Tores gefunden und öffnest die Garage.

Du fährst aus der Garage und schliesst das Tor hinter dir. “Wohin müssen wir denn fahren” fragt deine Frau . Du erinnerst dich an die Fernsehansage und fährst in Richtung Autobahn “ Wir fahren über die Autobahn in Richtung Brocken” antwortest du. Ein Blick auf die Tankuhr zeigt dir, dass du zunächst tanken musst. Der Tank ist schon halb leer. An der Tankstelle im Ort ist eine lange Schlange. Du reihst dich in die Schlange ein und dann fällt dir auf, dass die Fahrzeuge vor dir alle zu wenden versuchen. Ein entgegenkommendes Fahrzeug hält neben dir und der Fahrer dreht das Fenster herunter. “ Hier gibt es kein Benzin, die Tanksäule funktioniert ohne Strom nicht” sagt er und fährt kommentarlos weiter. Nun gut denkst du, dann drehen wir halt um. “Wir tanken unterwegs” sagst du zu deiner Frau und fährst auf den Autobahnzubringer auf. Am Ende der Auffahrt siehst du den Stau auf der Autobahn. Wir müssen wieder runter denkst du und wendest das Fahrzeug noch bevor du die Auffahrt verlassen hast. Du fährst die Auffahrt entgegengesetzt der Fahrtrichtung runter und hältst an der Bundesstrasse an. Du schaltest das Navigationsgerät ein und gibst als Zieladresse den Brocken ein. Nach einer Weile bemerkst du, dass das Gerät keinen Satellitenempfang hat. Aber für solche Fälle hast du ja vorgesorgt. Du kramst im Handschuhfach und holst deinen Kartenatlas heraus. Ein kurzer Blick und du weist wo du lang fahren musst......

Seit fast drei Stunden fährst du nun schon über die Bundesstraßen deinem Ziel entgegen. Die Tankuhr zeigt mittlerweile Reserve an. “Wir müssen dringend tanken” sagst du. Alle der bisher am Weg liegenden Tankstellen sind außer Funktion. Unterwegs bemerkst du

immer wieder stehengelassene Fahrzeuge. Die Türen stehen noch offen und die Leute gehen zu Fuß weiter . Du hast ja noch die Reserve im Tank und bist schon fast 300 km gefahren. Nach weiteren 100 km fängt der Motor zu stottern an und geht letztendlich aus. Benzin ist keines mehr im Tank. Nun geht es zu Fuss weiter irgendwo muss ja das THW oder Rote Kreuz sein um zu helfen. “Die Rettungskräfte können nicht mehr weit sein” sagst du zu deiner Frau. “Wir gehen den Rest zu Fuss”. Du packst dir die Koffer und ziehst sie hinter dir her. Nach zwei Stunden Fussmarsch hast du Hunger und Durst. Die Rollen unter deinen Koffern sind abgelaufen. Von nun an wirst du sie Tragen müssen. Es ist mittlerweile 8 Uhr morgens und ihr habt immer noch niemanden auf der Strasse angetroffen. Immer noch auf die Rettungskräfte hoffend geht ihr weiter in Richtung Brocken. Ihr seid nun schon den ganzen Tag gelaufen und es wird langsam dunkel. Getroffen habt ihr niemanden und ein Haus für das Nachtlager ist nirgendwo auszumachen. Deine Koffer hast du am Wegrand stehen lassen, sie waren dir zu schwer geworden und die Sachen kann man ja neu kaufen.

Völlig erschöpft von dem anstrengenden Marsch entschliesst ihr euch eine längere Pause einzulegen. Es ist kalt geworden aber ihr seid vom Wandern so erschöpft, das ihr alle einschlaft. In der Nacht wirst du wach, weil es zu regnen anfängt. In der Ferne siehst du ein Lagerfeuer. Du weckst deine Frau und die Kinder “Wir müssen dorthin” oder wir erkälten uns in der Nacht sagst du zu deiner Frau. Mit letzter Kraft macht Ihr euch auf den Weg zu dem in der Ferne schimmernden Lagerfeuer. Am Feuer angekommen seht ihr zwei Landstreicher suppeschlürfend am Feuer sitzen. “Dürfen wir uns Aufwärmen, habt ihr ein wenig zu Essen für uns ?” fragst du die Gestalten. “Was zahlt Ihr dafür ?” Antwortet einer der Fremden. Ihr einigt euch darauf, dass du deine goldene Uhr und den Schmuck deiner Frau gegen einen warmen Lagerplatz und eine Tasse Suppe für jeden von euch eintauscht. Am Lagerplatz erzählt einer der Fremden, dass einen grosse Flut die gesamte Küstengegend überschwemmt hat und das der Wasserspiegel wohl so bleiben wird. “Das Gebiet bis ca. 300km an die Küste heran ist nun Meeresgrund” scherzt einer der Fremden. “Das gesamte Bundesgebiet ist Katastrophengebiet, Überschwemmungen, Brände, Erdbeben haben fast alle Städte in Schutt und Asche gelegt. Fast 3/4 der Bevölkerung sind dabei draufgegangen.” Spricht der andere. “Wo kann man denn noch etwas kaufen” fragst du die Fremden. Ungläubig schauen sie dich an, bevor sie mit einem Lächeln fast gleichzeitig antworten “In den nächsten 2 Jahren wirst du mit dem auskommen müssen was du bei dir hast. Aber im Wald kannst du jede Menge Topinambur und Kräuter finden, die Knollen schmecken süsslich und helfen dir erst einmal weiter”. Am nächsten Morgen zieht ihr weiter, deine Frau hat eine Lichtung gefunden auf der viele Pflanzen stehen. Das müssen diese Topi..nam..dings sein von denen die Landstreicher gesprochen haben. Ohne zu zögern gräbst du die Wurzeln der schönen bekelchten blauen Blume aus und beisst herzhaft hinein. Ja süsslich schmecken sie, sehr süss sogar. Deine beiden Kinder und deine Frau machen es dir nach. Der zweite Bissen der Wurzel schmeckt schon etwas rauher, es kratzt im Hals. Deine Frau bricht vor deinen Augen zusammen, die Kinder sind schon bewusstlos. Du merkst wie auch dein Kreislauf verrückt spielt. In der Ferne hörst du Kinder lachen, dann schliesst du die Augen - für immer!





Dein Nachbar hat diese Zeit so erlebt:

Es ist Sonntagmorgen 2:30 ich liege erst seit einer Stunde im Bett. Die Feier war gut und wir haben viel Spass gehabt. Draussen heult eine Sirene und ich wecke sofort meine Frau. Sie hört das Signal und schaltet sofort den Radiowecker ein. Eine Durchsage: “Dies ist ein Aufruf an die Bevölkerung das Gebiet bis 400 km um die Küste der Nordsee zu evakuieren. Bitte verlassen sie sofort und ohne Verzögerung ihren Wohnsitz und verlassen sie das angegebene Gebiet. Falls sie oberhalb 400m über NN wohnen bleiben sie in Ihren Wohnungen und warten sie auf weitere Anweisungen. Befolgen sie die Anweisungen der Rettungskräfte und lassen sie ihr Radio auf Empfang. ”Wir stehen sofort auf und wecken die Kinder. Während meine Frau die Kinder anzieht und zum Auto bringt gehe ich in den Keller und stelle Gas, Wasser und den Strom ab.

Ich nehme die Notfallrucksäcke und gehe zum Fahrzeug. Die Kinder sitzen schon im Auto, meine Frau holt eine Mappe hervor und blättert eine Karte hervor. Ich werfe die Rucksäcke in den Kofferraum und koppel unseren Anhänger an. Im Anhänger sind viele Lebensmittel und Werkzeuge, Sachen zum Anziehen, Zelte... eben alles was man so brauchen könnte. Gegenüber sehe ich unseren Nachbarn durch sein Fenster schauen. Ich steige ein. Meine Frau schaut mich an und sagt: “Das muss das sein was mal jemand ins Forum geschrieben hat”. “Aber das passt doch nicht mit den Zeiten die er damals ins Forum geschrieben hat.” sage ich noch und fahre los. Das Ziel ist klar, seit Jahren haben wir mit anderen eine art Feriencamp aufgebaut, viele haben Lebensmittel und alles andere dort gelagert.. für den Fall der Fälle. Der Tank ist voll, wie immer, und die Kinder geniessen ihr unerwartet frühes Frühstück das in den Taschen ihrer Schneeanzüge steckte, Müsliriegel ... lecker. Da die Autobahnen in einem solchen Fall mit Sicherheit überfüllt sind, haben wir schon vor langer Zeit eine Route über Landstrassen zu unserem Ziel ausgearbeitet. Nach 5 Stunden Fahrt haben wir unser Ziel erreicht. Fast alle anderen sind auch schon da. Ein paar haben es nicht geschafft. Als wir aussteigen können wir hinter uns noch die überfluteten Landstriche sehen. Unser Areal scheint nun eine Insel zu sein. Mittlerweile sind alle eingetroffen und wir besprechen die Vorgehensweise für den nächsten Tag. Nach dem Frühstück aus selbstgebackenem Brot und eine kräftige Suppe machen wir uns auf den Weg um das Ausmass der Katastrophe zu erkunden. Die Kinder toben derweil lachend auf dem Gelände. Wir nehmen jeder einen Rucksack mit und gehen in Richtung unserer Wildäcker. Der Wald ist überfüllt von Wild. Die Tiere haben es wahrscheinlich gespürt und sind in höhere Gefilde geflüchtet. Schon vor Jahren haben wir mit Einverständnis des Jagdpächters erhebliche Wildäcker angelegt auf denen wir auch sehr viel Topinambur angepflanzt haben. Für die Wanderer haben wir des schönen Aussehens wegen noch reichlich ”Blauen Eisenhut” und andere Pflanzen ausgesät. An einer unserer Wildäcker, nur 500m vom Camp entfernt, sehe ich vier Personen am Boden liegen. Ich gehe zu ihnen und erkenne darin meinen Nachbarn mit seiner Familie. Jemand fühlt den Puls der am Boden liegenden Gestalten. “Die sind noch warm” sagt er. In der Hand meines Nachbarn sehe ich die Wurzel des ”Blauen Eisenhut”. “Sie müssen davon gegessen haben diese Idioten” sagt jemand neben mir. Nachdem wir die Familie bestattet haben gehen wir zurück zum Camp. Es ist noch viel zu tun...



Ein bisschen schonungslos ist die Geschichte schon, aber sie macht eines überdeutlich:

Vorausschauendes Planen, den Mut entsprechend zu Handeln und Menschen zu haben denen Du auch in Notsituationen vertrauen kannst sind Kernelemente!

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