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Chile-Beben hat Erdachse verschoben

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Tage werden kürzer, Erde dreht sich schneller ... aber nur um 1,26 Mikrosekunden.

Das katastrophale Erdbeben in Chile hat die Erdachse verschoben und so die Tage verkürzt! Das sagen Forscher der US-Luft- und Raumfahrtbehörde NASA.


Mit einer Stärke von 8,8 hinterließ das Erdbeben eine Schneise der Zerstörung, machte ganze Dörfer dem Erdboden gleich. Mehr als 700 Menschen sind tot, Tausende haben alles verloren, es herrschen Chaos und Verwüstung.

Das Beben war so gewaltig, dass sich sogar der Lauf der Welt änderte – unwiderruflich.

Die Erschütterung verschob riesige Felsbrocken, verteilte die Erdmassen und beschleunigte die Erddrehung.

„Weltweit jedes Ereignis, das die Bewegung von Masse zur Folge hat, wirkt sich auf die Erdrotation aus“, erklärt NASA-Wissenschafter Benjamin Fong Chao vom Goddard Space Center in Greenbelt, dem US-Fernsehsender „CNN“.

„Das Erdbeben in Chile war eines der schlimmsten seit 100 Jahren“, erklärt Dr. Jörg Lauterjung vom Geologischen Forschungszentrum in Potsdam.

„Durch so starke Erdbeben wird eine ganze Menge Energie freigesetzt. Die daraus entstehenden Schwingungen beeinflussen die Erdmassen und können sich so auch auf die Erdrotationsgeschwindigkeit und die Erdachsenneigung auswirken. Dadurch werden die Tage kürzer.“

Wissenschaftler benutzen zur Erklärung das Bild eines Eisläufers, der sich um die eigene Achse dreht.

Je weiter der seine Arme ausbreitet, desto langsamer wird er. Presst er die Arme an den Körper, wird die Drehung schneller. Grund dafür ist die veränderte Massenverteilung, die sich auf die Geschwindigkeit auswirkt. Wird wie beim Chile-Erdbeben die Erdmasse verschoben, dreht sich die Erde schneller– die Tage werden kürzer.

Der NASA-Geophysiker Richard Gross stellte außerdem eine Verschiebung der Erdachse fest. Um etwa 8 Zentimeter änderte sich die Neigung, bestimmte er mit einem Computermodell.

Die Beschleunigung der Erdumdrehung ist permanent, allerdings geringfügig.

„In dem Fall des Erdbebens in Chile reden wir über 1,26 Mikrosekunden“, erklärt Dr. Lauterjung. Das sind 1,26 millionstel Sekunden!

„Auf den Menschen oder die Natur hat das keine direkte Auswirkung. 1,26 Mikrosekunden nehmen wir nicht einmal wahr. Erdbeben ab einer Stärke von circa 8,5 können zu diesen Beeinflussungen führen.“
Quelle: Bild.de


Mag sein das es noch keine Auswirkung hat ... doch wir werden es irgendwann merken
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beben, chile, chile-beben, erdachse, erde dreht sich schneller, mikrosekunden, tage werden kürzer

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